MANUEL LEHMANN · PRAXISNAH UMGESETZT

5S – Was ist die Methode wirklich?

5S bedeutet nicht: einmal aufräumen, ein paar Linien kleben und fertig. Richtig umgesetzt wird 5S zu einer einfachen Struktur, die Menschen hilft, ihre Arbeit besser zu machen.

Vorher-Nachher-Bilder und Ergebnisse aus der Praxis ansehen →

5S ist kein Aufräumprogramm.

5S ist ein sehr konkreter Einstieg in Lean Management. Visuelles Management ist für mich dabei ein integraler Bestandteil der 5S-Methode: Arbeitsplätze, Materialien, Informationen und Spielregeln werden so gestaltet, dass jeder auf einen Blick erkennt, was wohin gehört, was zu tun ist und wo eine Abweichung vorliegt.

Die entscheidende Frage lautet nicht: „Sieht es ordentlich aus?“ Sondern: „Kann ein Mensch hier einfach, sicher und ohne unnötiges Suchen, Warten und Nachfragen arbeiten?“

Ich arbeite deshalb mit den Menschen vor Ort. Sie kennen die Arbeit, die Ausnahmen und die tatsächlichen Probleme. Genau dieses Wissen muss in die Lösung.

5S ist ein wirksamer Einstieg in die Verbesserung Ihrer Prozesse.

Wenn wir vor Ort die Dinge in die Hand nehmen, prüfen wir unweigerlich auch den Prozess dahinter: Wozu wird das Material gebraucht? Wer stellt es bereit? Welche Informationen fehlen? Dabei fällt immer wieder auf, dass Abläufe gar nicht definiert oder nicht optimal gestaltet sind.

Genau dort setzen wir an. Sobald während der 5S-Umsetzung ein Prozess unklar ist, schaffen wir im Team einen entsprechenden Standard – bei Bedarf abteilungsübergreifend. So klären wir Abläufe, Zuständigkeiten und Schnittstellen gemeinsam mit den Menschen, die täglich damit arbeiten.

Viele denken, bei der 5S-Methode gehe es um Aufräumen oder das Anbringen von Aufklebern. In erster Linie geht es jedoch um den Prozess und darum, seine Schwächen sichtbar zu machen. Genau das erreichen wir in den Umsetzungsworkshops.

  • Sortieren: Was wird wirklich gebraucht?
  • Systematisieren: Wo gehört es hin?
  • Säubern: Was soll sauber und funktionsfähig sein?
  • Standardisieren: Wie halten wir den Zustand?
  • Selbstdisziplin: Wie wird daraus gelebter Standard?
5S verständlich erklärt

Fünf Schritte. Ein gemeinsames Ziel: einfacher arbeiten.

5S ist kein Aufräumprogramm. Die Methode zwingt uns im besten Sinne, jeden Gegenstand und jeden Arbeitsschritt zu hinterfragen: Was wird wirklich benötigt? Wo gehört es hin? Wie wird es genutzt und gepflegt?

01

Sortieren

Unnötiges konsequent entfernen.

02

Systematisch anordnen

Benötigtes am richtigen Ort bereitstellen.

03

Sauber halten

Reinigen, prüfen und Abweichungen erkennen.

04

Standardisieren

Klare, gemeinsam entwickelte Spielregeln schaffen.

05

Selbstdisziplin

Standards leben, überprüfen und verbessern.

Die Linien, Beschriftungen und Shadowboards sind nur Hilfsmittel. Entscheidend sind die Gedanken davor: Wie gestalten wir die Arbeit so, dass jeder Mensch im Prozess einfach und richtig handeln kann?

Woran 5S-Initiativen häufig scheitern

Einmal aufgeräumt. Und dann?

Viele 5S-Aktionen starten mit Begeisterung und verlieren nach einigen Monaten an Wirkung. Nicht, weil die Methode versagt, sondern weil der Aufwand für die langfristige Umsetzung oft unterschätzt wird. Aus Erfahrung sehe ich drei wiederkehrende Ursachen:

01

Strohfeuer statt Umsetzung

Ein Aktionstag, ein paar Kennzeichnungen und schöne Fotos verändern noch keinen dauerhaft funktionierenden Prozess.

02

Zu wenige Menschen beteiligt

Wenn nur eine kleine Mitarbeitergruppe mitarbeitet, bleibt die Veränderung häufig auf einzelne Arbeitsplätze beschränkt.

03

Kein gemeinsamer Fahrplan

Ohne Führung, abgestimmte Spielregeln, Pflege, Follow-ups und einen Rollout fällt das Team in alte Routinen zurück.

Ich entwickle auf Wunsch gemeinsam mit Ihrem Unternehmen ein individuelles Umsetzungskonzept – passend zu Teams, Führung, Abläufen und dem bereits erreichten 5S-Stand.

23 %erfolgreiche Veränderungsprojekte laut Change-Fitness-Studie 2018
Veränderung braucht Struktur und Beteiligung

Warum sollte es bei 5S von allein funktionieren?

In der Change-Fitness-Studie 2018 von Mutaree wurden nur 23 % der untersuchten Veränderungsprojekte als erfolgreich eingeordnet. Das ist keine spezielle 5S-Erfolgsquote und bedeutet auch nicht, dass allein der Widerstand von Mitarbeitenden die Ursache ist.

Für mich unterstreicht die Zahl, worauf es in Veränderungsprojekten ankommt: eine klare methodische Herangehensweise, Führung, Verbindlichkeit und die echte Beteiligung der Menschen auf allen Ebenen. Nur dann wird aus einer Aktion ein System, das im Alltag trägt.

Quelle: Mutaree, Change-Fitness-Studie 2018 (368 Befragte aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen).

Erfahrung, die in der Umsetzung zählt

Methodisch stark. Menschlich überzeugend. In der Umsetzung erfahren.

Ich kenne Lean Management und 5S nicht nur aus der Beratung, sondern aus eigener Führungsverantwortung. Bei der HELLA KG habe ich als Leiter der operativen Logistik im Automotive-Großkonzern Veränderungen verantwortet. Anschließend war ich als Werkleiter in einem mittelständischen Unternehmen tätig. Diese beiden Perspektiven – Konzern und Mittelstand – prägen meine Arbeit bis heute.

Mittlerweile habe ich mehr als 130 Kundenprojekte begleitet. Ich verbinde methodisches Know-how mit einer individuellen Umsetzungsstrategie: Führungskräfte und Mitarbeiter beteiligen, Abteilungen zusammenbringen, Ursachen gemeinsam klären, Aufgaben verbindlich vereinbaren und Fortschritte nachhalten.

Mir ist wichtig, dass nicht einzelne Bereiche gewinnen, sondern die beste Lösung für das gesamte Unternehmen entsteht. Dabei bin ich offen für kritische Rückmeldungen, freundlich im Umgang und konsequent bei der Umsetzung vereinbarter Schritte.

Führungserfahrung

Operative Logistik bei HELLA im Automotive-Großkonzern und Werkleitung im Mittelstand – Veränderungen selbst verantwortet.

Methodische Kompetenz

Zielbild, Strategie, klare Standards, individuelle Umsetzungskonzepte und konsequente Erfolgssicherung.

Menschen verbinden

Führungskräfte und Mitarbeiter aus allen Ebenen und Abteilungen auf Augenhöhe zusammenbringen.

Verbindliche Umsetzung

Gemeinsam entscheiden, Verantwortlichkeiten klären, Ergebnisse überprüfen und Verbesserungen dauerhaft verankern.

Freundlich im Umgang. Klar in der Sache. Verbindlich in der Umsetzung.

Mein individuelles 5S-Umsetzungskonzept

5S erfolgreich einführen. Nicht nur anfangen.

Ich denke die Umsetzung vom Ende her. Nicht vom ersten Workshop. Bereits vor dem Start klären wir gemeinsam, wie 5S später im Alltag funktionieren soll: Welche Standards brauchen die Teams? Wer übernimmt Verantwortung? Wie werden Fortschritte überprüft? Und wie beteiligen wir möglichst alle betroffenen Mitarbeitenden?

Ein einzelner Workshop kann sichtbare Verbesserungen schaffen. Meine Erfahrung aus mehr als 130 Kundenprojekten zeigt jedoch: Besonders erfolgreich waren die 5S-Einführungen, bei denen ich einen Großteil der Mitarbeitenden in aufeinanderfolgenden zweitägigen Aktionen begleiten durfte. So entstand Schritt für Schritt ein gemeinsames Verständnis – über die erste Mitarbeitergruppe hinaus.

Meine Empfehlung basiert auf Erfahrung. Den Umfang bestimmen Sie.

5S erfolgreich einzuführen ist keine Frage von zwei oder zehn Workshops. Entscheidend ist, was Ihr Unternehmen benötigt, damit 5S dauerhaft funktioniert. Mit meiner Erfahrung aus mehr als 130 Kundenprojekten kann ich den erforderlichen Aufwand realistisch einschätzen und Ihnen einen passenden Umsetzungsfahrplan empfehlen. Ich spreche dabei auch offen an, wenn aus meiner Sicht zu wenig Aufwand eingeplant ist – denn gerade daran scheitert eine nachhaltige Umsetzung oft.

Ob Sie zunächst nur Ihre Führungskräfte schulen lassen, eine einzelne zweitägige Praxisaktion buchen oder zahlreiche Mitarbeitergruppen und Follow-ups mit mir umsetzen: Wie weit ich Sie auf diesem Weg begleite, entscheiden selbstverständlich Sie.

Ein möglicher Weg

Vom Führungskräfte-Coaching zur dauerhaft gelebten 5S-Methode

Die vier Bausteine können einzeln oder als zusammenhängende Begleitung vereinbart werden.

01

Führung & Strategie

ca. 1 Tag

Führungskräfte coachen, ein gemeinsames Zielbild entwickeln und Verantwortlichkeiten, Pflege sowie einen sinnvollen Rollout von Anfang an vorbereiten.

02

Erstes Team: Theorie & Praxis

ca. 2 Tage je Gruppe

Etwa drei Stunden verständliche Theorie, anschließend praktische Umsetzung direkt am Arbeitsplatz – gemeinsam mit den Menschen, die dort täglich arbeiten.

03

Weitere Mitarbeitergruppen

mehrfach wiederholbar

Weitere zweitägige Aktionen mit neuen Teams und Bereichen. Erfahrungen aus vorherigen Workshops nutzen und Fortschritte bei jedem nächsten Einsatz beobachten.

Der entscheidende Hebel für die breite Umsetzung
04

Follow-up & Weiterentwicklung

individuell vereinbart

Wirkung überprüfen, Restarbeiten abschließen, Standards und Pflege festigen sowie Führungskräfte und Teams bei neuen Herausforderungen begleiten.

Warum sich konsequente Umsetzung lohnt

Was kostet mehr: 5S richtig umsetzen – oder immer wieder neu anfangen?

Viele 5S-Initiativen verlieren ihre Wirkung nicht wegen der Methode, sondern weil zu wenig Zeit in Beteiligung, Führung, Standards und Nachhalten investiert wird. Dann wird zwar Geld für einen Auftakt ausgegeben, der dauerhafte Nutzen bleibt aber aus.

Meine Empfehlung: Lieber gezielt in eine durchdachte, wirksame Umsetzung investieren, als zu knapp zu starten und später wieder von vorn zu beginnen. Jeder weitere Workshop soll einen konkreten Beitrag leisten: weniger Verschwendung, einfachere Abläufe, mehr Kompetenz im Team und Ergebnisse, die Bestand haben.

Aus Skepsis wird Beteiligung.

„Dich überleben wir auch noch.“ Diesen Gedanken kenne ich aus Veränderungsprojekten. Ich höre zu, spreche Probleme offen an und gewinne gerade skeptische Menschen durch gemeinsam erreichte Verbesserungen. Freundlich im Umgang, klar in der Sache und verbindlich in der Umsetzung.

Zusammenarbeit, die über Jahre trägt.

Viele Kunden aus meinen ersten Jahren holen mich bis heute regelmäßig ins Unternehmen. Mal schule ich neue Mitarbeitende, mal prüfen wir den erreichten Stand oder entwickeln gemeinsam vor Ort die nächste Verbesserung.

Passenden 5S-Einstieg besprechen

Ich beurteile den erforderlichen Aufwand und empfehle einen tragfähigen Weg. Über Art und Umfang meiner Unterstützung entscheiden Sie.

5S in echten Arbeitsbereichen

Sehen, wie 5S die tägliche Arbeit verändert.

Die Fallstudien zeigen unterschiedliche Anwendungen in Produktion, Büro und Versand: die Ausgangslage, die gestaltete Lösung und den Nutzen im Arbeitsablauf. Der Schubladen-Fall dokumentiert zudem, wie das Team den Standard nach zwei Monaten weiterentwickelt.

Umsetzung und Pflege

24 Schubladen, drei Mitarbeiter und ein Standard, der weiterentwickelt wird.

Den Projektverlauf ansehen →

Büro und Versand

Klare Plätze helfen auch bei Unterlagen, Büromaterial und Versandbeilagen.

Vorher und nachher ansehen →

Druckweiterverarbeitung

Ein Workshop über 1,5 Tage mit gesicherter Vorher-Dokumentation und Ergebnisvideo.

Die dokumentierte Fallstudie ansehen →

Alle elf Praxisbeispiele ansehen →

Praxis und Ergebnisse

MINDA: 5S gemeinsam mit den Mitarbeitern umsetzen.

Öffentlicher Kundenbericht · MINDA

MINDA beschreibt die Einführung der 5S-Methode seit September 2019 in der elektrotechnischen und mechanischen Fertigung. Auf die verständliche Theorieschulung folgte die praktische Umsetzung an Arbeitsplätzen, Werkzeugwagen und Schränken. Die Mitarbeiter schufen klare Plätze und Kennzeichnungen selbst. Wöchentliche Rundgänge und Bereichspatenschaften unterstützen die weitere Pflege. Der Bericht zeigt, wie aus anfänglicher Skepsis eigene Ergebnisse werden.

Den 5S-Kundenbericht bei MINDA lesen ↗

5S verbindet Ordnung mit Information und Versorgung.

Visuelles Management: Abweichungen auf einen Blick erkennen.

Visuelles Management bedeutet für mich: einfache Anleitungen zum richtigen Handeln. Ein leerer Werkzeugplatz, eine eindeutig abgegrenzte Materialfläche, gut erkennbare Mindestbestände oder eine kurze bebilderte Anleitung zeigen ohne lange Rückfrage, ob etwas fehlt, wo Material hingehört oder welcher Schritt als Nächstes folgt. Visuelle Lösungen entwickeln wir mit den Menschen, die täglich damit arbeiten – nicht nur mit Klebeband und Schildern, sondern mit einem Verständnis für die Abläufe dahinter.

Das Ziel ist nicht eine besonders bunt markierte Fabrik. Ziel ist, dass Mitarbeitende sicherer, selbstständiger und mit weniger Suchen, Nachfragen und Fehlern arbeiten können. Genau deshalb gehören 5S und Visuelles Management in meinen Workshops unmittelbar zusammen.

Vom Materialstapel zur gemeinsam gestalteten Tafel: Bildfolge ansehen →

5S für Informationen und Kommunikation.

Auch Dokumente, Daten und Rückfragen brauchen klare Abläufe. Beim Durchsehen von Ordnern und Unterlagen prüfen wir deshalb, welche Informationen tatsächlich gebraucht werden, wer sie nutzt und ob doppelte Arbeit entsteht. Gemeinsam mit den betroffenen Abteilungen entwickeln wir einen verständlichen Standard.

Praxisbeispiel: einen Informationsprozess vereinfachen →

Materialversorgung mit System

Kanban und eKanban: Nachschub auslösen, bevor Material fehlt.

Ein fester Platz allein verhindert noch keinen Fehlbestand. Mit Kanban verbinden wir den Verbrauch mit einer klaren Nachversorgung. Gemeinsam klären wir, welches Material gebraucht wird, wann Bedarf gemeldet werden muss, welche Menge nachbestellt wird und wer die weitere Bearbeitung übernimmt.

Lieferzeit, Verbrauch und Sicherheitsbestand gehören dabei zusammen. Der Sicherheitsbestand bildet den vereinbarten Puffer; der Meldebestand legt fest, wann die Nachversorgung angestoßen wird. Die Ausgestaltung stimmen wir auf Ihren tatsächlichen Prozess ab.

Vorher, nachher und der digitale Meldeweg

Vom Materialregal zum organisierten Nachschub.

Die Bildfolge zeigt, wie wir Materialbereitstellung und Nachversorgung miteinander verbinden: eine verständliche Anordnung, gekennzeichnete Plätze und eine QR-Meldung direkt am Verbrauchsort.

Vorher · Materialbereitstellung
Regal vor der Neuordnung mit Kartons, losem Material und unterschiedlichen Behältern
Kartons, lose Materialien und unterschiedliche Behälter erschweren den Überblick über die einzelnen Artikel.
Nachher · erkennbare Zuordnung
Neu geordnetes Materialregal mit sichtbarer Artikelzuordnung
Die Materialien sind neu angeordnet. Kartons und Behälter erhalten erkennbare Bereiche; der Zugriff auf die Artikel wird übersichtlicher.
Im Detail · Bedarf am Entnahmeplatz melden
QR-Code am abgegrenzten Materialplatz unter den zugehörigen Verbrauchsmaterialien
Der QR-Code befindet sich direkt am gekennzeichneten Materialplatz. Die Meldung kann dort ausgelöst werden, wo der Bedarf entsteht.

Das Team weiß, welches Material an welchen Platz gehört und wie der Bedarf gemeldet wird. Mit den beteiligten Mitarbeitern und Führungskräften vereinbaren wir den weiteren Ablauf der Nachversorgung. So bleibt die digitale Meldung Teil eines klaren Prozesses.

Materialrollen im Regal mit QR-Kennzeichnungen direkt an den Entnahmeplätzen
Bedarf dort melden, wo Material entnommen wird: Die QR-Kennzeichnung sitzt direkt am zugehörigen Regalplatz.

eKanban: die Meldung direkt am Verbrauchsort.

Am Regal sind die Materialien ihren Plätzen und Kennzeichnungen zugeordnet. Wird Nachschub benötigt, kann der Mitarbeiter den zugehörigen QR-Code scannen und eine digitale Bedarfsmeldung auslösen. Der Weg zur Meldung wird damit Teil des normalen Arbeitsablaufs.

Wir legen gemeinsam fest, welche Informationen die Meldung enthält, bei wem sie ankommt und wie der Status bis zur Lieferung nachvollziehbar bleibt. Eine digitale Meldung ist besonders hilfreich, wenn Bedarf bisher über Zuruf, Laufwege oder einzelne Notizen weitergegeben wird.

Kanban-Bestellkarte mit Artikel, Lieferant, Artikelnummer, Bestellmenge, Sicherheitsbestand, Lagerort und QR-Code
Eine konkrete Bestellkarte aus der Praxis: Artikel, Lieferant, Bestellmenge, Sicherheitsbestand und Lagerort sind auf einen Blick verfügbar.

Kanban-Karte: die Spielregeln für die Nachversorgung.

Die gezeigte Bestellkarte benennt den Artikel und den Lieferanten sowie die Lieferanten-Artikelnummer, eine Bestellmenge von 36 Stück, einen Sicherheitsbestand von vier Stück und den Lagerort. Der QR-Code ergänzt die Karte um den digitalen Meldeweg.

Entscheidend ist die gemeinsame Vereinbarung: Wann wird die Karte genutzt? Wer meldet den Bedarf? Wer bestellt? Und wie erkennt das Team, dass die Nachversorgung läuft? Im Workshop entwickeln wir diese Spielregeln mit den Mitarbeitern und Führungskräften.

Das Ergebnis: eine verständliche Versorgung statt wiederkehrender Rückfragen.

  • Materialplätze und Artikel sind eindeutig zugeordnet.
  • Verbrauch, Meldebestand und Sicherheitsbestand sind gemeinsam abgestimmt.
  • Die Bedarfsmeldung hat einen klaren Weg – über eine Karte oder digital per QR-Code.
  • Bestellung und Nachversorgung haben nachvollziehbare Zuständigkeiten.

So ergänzt Kanban die 5S-Methode um einen funktionierenden Versorgungsprozess: Die Dinge haben ihren Platz, und ihr Nachschub ist organisiert.

Materialversorgung und (e)Kanban besprechen

Nachhaltige 5S-Umsetzung

Damit das Erreichte bleibt: ein Pflegesystem, das zu Ihrem Unternehmen passt.

Eine erfolgreiche 5S-Umsetzung endet nicht mit einer neuen Anordnung. Wir achten von Beginn an auf die Etablierung der Pflege, damit das gemeinsam Erreichte im Arbeitsalltag beibehalten und weiterentwickelt wird.

Jedes Unternehmen hat eigene Rahmenbedingungen. Deshalb passen wir das Pflegesystem an Ihre Bedürfnisse an: an die Arbeitsbereiche, die Schichtorganisation, die verfügbaren Zeitfenster und die Verantwortung von Mitarbeitern und Führungskräften.

01 · Zustand verständlich machen

Bebilderter Reinigungsplan

Der Plan zeigt an konkreten Stellen, welcher Zustand erreicht und erhalten werden soll: saubere Arbeitstische, vorhandene Arbeitsmaterialien an ihrem Platz sowie saubere Oberflächen und Anlagenbereiche. Fotos machen den vereinbarten Zustand greifbar.

Bebilderter Reinigungsplan mit Beispielen für Arbeitstische, Oberflächen, Druckwerke und weitere Anlagenbereiche
Originalbeispiel aus der Praxis · zum Vergrößern öffnen.
02 · Verantwortung übergeben

Dokumentation bei der Schichtübergabe

Die abgebende und die übernehmende Schicht dokumentieren die Übergabe. Der Zustand der Maschine und des Bereichs wird gemeinsam nachvollziehbar; Bemerkungen können festgehalten werden. So wird Pflege Teil der Zusammenarbeit zwischen den Schichten.

Schichtübergabeprotokoll mit Feldern für übergebende und übernehmende Schicht, Bemerkungen sowie Datum und Kürzel
Originalbeispiel aus der Praxis · zum Vergrößern öffnen.
03 · Abweichungen bearbeiten

5S-Selbstkontrolle

Die Vorlage verbindet Prüfpunkte und Kriterien mit Bewertung, Aufwand zur Behebung und erforderlichen Aktionen oder Gesprächen. Sie fragt auch, ob die Korrekturen aus der letzten Selbstkontrolle erledigt wurden. Ein Termin für die Erledigung unterstützt die weitere Bearbeitung.

Vorlage zur 5S-Selbstkontrolle mit Prüfkriterien, Bewertung, Aufwand zur Behebung und Termin für die Erledigung
Originalbeispiel aus der Praxis · zum Vergrößern öffnen.

Was soll mit 5S bei Ihnen einfacher werden?

Wir besprechen, wo heute gesucht, improvisiert oder nachgefragt wird und welcher Einstieg sinnvoll ist.

5S-Einstieg besprechen